Laternentüte

In wenigen Tagen ist das St. Martins Fest und die Laterne für das Räubermädchen müsste schon lange fertig sein. Da ich aber ein alter Last-Minute-Bastler bin bzw. immer kurz vor Torschluss erst auf die besten Ideen komme, gibt es erst heute ein kleines Tutorial für euch.

Inspiriert haben mich die wunderschönen Lichtsäckchen von Astrid alias mipamias, über die ich zufällig gestolpert bin. Ich habe sie kurzerhand zur Laterne umfunktioniert.

 

Ihr braucht dafür:

-einen weißen oder cremefarbenen Baumwollstoff (eben etwas helles damit das Licht hell durchscheinen kann). Am schönsten sieht ein Leinenstoff aus – da ich keinen mehr da hatte habe ich einen sehr günstigen Ikeastoff verwendet, der auch etwas griffiger ist
-entweder Stickvlies oder Vliesofix
-Sprühkleber
-2 Ösen mit Zange
-Bänder zum Verzieren
-einen festeren Draht
-evtl. Plotterbild, Stickbild oder Applikation
-stylefix
-einen Laternenstab mit Lampe

Zunächst schneidet ihr aus dem Stoff ein 20 x 35 cm großes Rechteck. Da es eine runde Tüte werden soll, benötigt ihr noch einen kreisrunden Ausschnitt für den Boden. Ich habe mir einfach eine Tasse als Vorlage genommen. Der Kreis sollte mindestens so groß sein, dass das Rechteck drum herum passt. Zum Stabilisieren des Stoffes habe ich das selbe einfach aus abreißbarem Stickvlies zugeschnitten – ich denke aber den selben Effekt könnt ihr auch mit Vliesofix erzielen.

 Eine Seite des Stoffes nun großzügig mit Sprühkleber benetzen (besonders an den Kanten gut verteilen) und auf das Stickvlies kleben. So haben die Stoffteile mehr Stand, aber immer noch den von mir gewünschten „Tüteneffekt“.

Da das Vlies ja jetzt praktischerweise schon auf dem Stoff klebt – warum nicht gleich die Stickmaschine entstauben?! Gesagt getan und wunderschöne Stickdateien von susalabim auf den Stoff gezaubert. Aber auch Applikationen oder Plotterbilder haben genug Platz auf der Laternentüte.

Jetzt gehts an die Nähmaschine! Die kurzen Seiten rechts auf rechts zusammennähen und die Nahtzugabe etwas kürzen.

Beim folgenden Annähen des Bodens (auch rechts auf rechts) haben sich die Wonderclips als absolut bestes Hilfsmittel erwiesen.

Als nächstes schlagt ihr den oberen Rand eurer Tüte 2 cm nach innen um und näht ihn fest. Wer es ganz ordentlich haben möchte kann natürlich vorher den Stoffrand versäubern. Ich habe darauf verzichtet (musste schnell gehen ;-)

Nun könnt ihr nach Lust und Laune noch Bänder anbringen. Ich habe mich für ein Ripsband entschieden und es einfach mit stylefix schnell und sauber am oberen Rand befestigt.

Um eure Lampentüte auch voller Stolz tragen zu können benötigt sie noch zwei Aufhängungsmöglichkeiten. Am Allerliebsten hätte ich jetzt zwei bunte Ösen von snaply eingeschlagen, die ganz oben auf meinem Wunschzettel stehen, aber leider hinke ich mit der Bestellung hinterher. Also habe ich kurzerhand zwei Jerseydruckknöpfe (beides Mal nur die Unterteile wenn ihr versteht was ich meine) umfunktioniert, mit der Zange rechts und links am oberen Rand befestigt und mit einer kleinen Schere ein kleines Loch in die Mitte gemacht. Ist auf dem Bild leider eher schlecht zu erkennen.

Um den Laternenstab befestigen zu können habe ich einen Laternenbügel von einem gekauften Laternen-Bastelset benutzt, den ich noch hier hatte. So ein Bügel lässt sich aber auch leicht aus einem dickeren Draht selbst formen oder aber ihr fädelt ein dünneres Band durch die Löcher (hat allerdings den Nachteil, dass die Laterne nicht so schön hängt und zusammengezogen wird). Fertig ist eure Lampentüte!

Das Räubermädchen durfte sie schon probetragen und die Mama freut sich jetzt schon riesig auf den ersten gemeinsamen St. Martinsumzug!

Stoff: Ikea
Wonderclips und Druckknöpfe: Snaply
Zange: Prym
stylefix: Farbenmix
Stickbilder: susalabim erhältlich bei kunterbuntdesign
Ripsband, Draht, Stickvlies und Sprühkleber: aus meinem Fundus

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